OpenAI schaltet visuelle Anzeigen in ChatGPT – zunächst nur in den USA. Sie erscheinen, wenn du Bilder erzeugst.
Ab diesem Monat testet OpenAI in den USA erstmals visuelle Anzeigen, die neben KI-generierten Bildern erscheinen. Ein Schritt, der ChatGPT ein Stueck naeher an klassische Werbeplattformen rueckt.
ChatGPT wird werblicher. Was im Februar mit ersten Anzeigen begann, bekommt jetzt eine neue Stufe: OpenAI schaltet kuenftig auch Bild-Werbung in seinem Chatbot - also Produktabbildungen von Unternehmen, die neben den Antworten der KI auftauchen. Fuer ein Produkt, das sich lange als nuechternes Werkzeug praesentiert hat, ist das ein spuerbarer Kurswechsel in Richtung klassischer Werbeplattform.
Konkret kuendigte OpenAI am Montag ein neues visuelles Anzeigenformat an. Die Werbung soll zunaechst dann erscheinen, wenn Nutzerinnen und Nutzer sich in ChatGPT Bilder generieren lassen - also etwa ein Mood-Bild, eine Illustration oder eine Produktvisualisierung. Neben dem Ergebnis koennen dann Anzeigen von Marken aus einer ersten Testgruppe eingeblendet werden. Der Rollout startet noch im Oktober, vorerst nur in den USA. Parallel baut OpenAI nach eigenen Angaben Messwerkzeuge, Attributionspartnerschaften und Vorgaben zur Markensicherheit fuer Werbekunden aus.
Der Schritt ist einzuordnen: OpenAI hatte bereits im Februar Anzeigen in ChatGPT eingefuehrt, zuvor war der Dienst weitgehend werbefrei. Mit dem neuen Format verschiebt sich die Position: Werbung erscheint nicht mehr nur als Text- oder Linkhinweis, sondern visuell direkt dort, wo die KI eigene Bilder ausspuckt - also an einer Stelle, die bisher rein kreativ wirkte. Fuer Werbetreibende ist das attraktiv, weil sie an einem Punkt sichtbar werden, an dem Menschen aktiv ueber Produkte, Looks oder Ideen nachdenken. Fuer OpenAI ist es eine Antwort auf die Frage, wie sich der teure Betrieb der Modelle laengerfristig finanzieren laesst - ein Weg, den Google und Meta seit Jahren vorgehen, nur eben jetzt in einem Chatbot-Interface. Marken, die auf klassische Suchmaschinen-Werbung setzen, geraten damit tendenziell unter Druck, weil ein Teil der Produktrecherche in KI-Chats abwandern koennte.
Vieles bleibt unklar. OpenAI nennt zwar den Start im Oktober und die Beschraenkung auf die USA, aber im vorliegenden Material steht nicht, welche Marken konkret zur Testgruppe gehoeren, wie Anzeigen gekennzeichnet werden, ob zahlende ChatGPT-Abonnenten die Werbung ebenfalls sehen und wie klar der Unterschied zwischen organischem KI-Ergebnis und bezahlter Platzierung sein wird. Genau das ist der heikle Punkt: Wenn eine KI auf eine Frage wie 'Welche Sneaker passen zu meinem Outfit?' antwortet und daneben Produktbilder einer zahlenden Marke auftauchen, verschwimmt die Grenze zwischen Empfehlung und Werbung schneller als in einer klassischen Google-Suche. Auch zu Datenschutz und Zielgruppen-Targeting liefert das Material keine Details.
In den naechsten Wochen lohnt der Blick darauf, welche Marken in den US-Tests sichtbar werden, wie OpenAI die Anzeigen visuell kennzeichnet und ob der Konzern das Format spaeter auch auf Textantworten oder andere Laender ausweitet. Spannend wird ausserdem, wie die Community reagiert: ChatGPT lebt bisher stark vom Image des 'sauberen' Werkzeugs.
Ein US-Unternehmen schluckt erstmals ein europäisches KI-Governance-Startup. Collibra übernimmt das Münchener trail ML. Der Deal gilt als Signal für den wachsenden EU-AI-Act-Compliance-Markt.
Chinesische Labs wie DeepSeek haben den Abstand zu US-Modellen laut Bloomberg Intelligence drastisch verringert. Der Rückstand der USA ist so klein wie nie zuvor. Geopolitisch ist das bedeutsam.
Anthropic startet die Claude Frontier Academy mit 100 Millionen Dollar Budget. Partner sind Accenture, McKinsey und Morgan Stanley. Ziel ist es, den Fachkräftemangel im Enterprise-KI-Bereich zu schließen.
Reflection bringt mit Beam ein Open-Weight-Modell mit 501 Milliarden Parametern heraus. Details zu Leistung und Verfügbarkeit sind im Material nicht weiter beschrieben. Weitere Angaben: unklar.
Opus-5.5-Agenten haben zwei mögliche magnetische Halbleiter identifiziert, die bei Raumtemperatur funktionieren. Solche Materialien gelten als schwer zu finden. Ob die Kandidaten sich bestätigen, ist noch nicht bekannt.
OpenAI-Chef Sam Altman fordert, Nachteile von KI als Preis für ihre Vorteile hinzunehmen. Er spricht offen davon, 'bad things' zu akzeptieren. Wie er das genau begründet, geht aus dem Material nicht hervor.
OpenAI beschreibt, wie es Text-Wasserzeichen unter EU-Vorgaben umsetzt. Forscher erhalten zuerst Zugang zur Erkennung. Wo genau Wasserzeichen greifen, erklärt das Unternehmen in einem eigenen Beitrag.
Viele Frauen über 40 lassen empfohlene Mammographie-Screenings aus. Radiologen lesen laut Nvidia-Blog mehr Bilder mit weniger Kollegen. KI soll hier Diagnose und Behandlungsplanung beschleunigen.
DiarizationLM-Gemma-4-E4B-v1 erkennt, wer in einem Gespräch gerade spricht. Das Modell ist auf Hugging Face abrufbar und wurde bisher rund 880-mal heruntergeladen.
Ab Oktober setzt Google für den Zugriff auf Gemini-Pro-Modelle ein Google-AI-Pro-Abo voraus. Wer bisher AI-Plus-Kunde war, bekommt diese Modelle dann nicht mehr.
Das Kommandozeilen-Tool RemoveMacAI entfernt Apple-KI-Funktionen manuell, weil der frühere Einzel-Schalter in macOS 27 weggefallen ist. Wer Speicherplatz braucht, kann so bis zu 12 GB zurückgewinnen.
Firmen wie Snowflake und Capgemini testen den KI-gestützten Interviewer von HackerRank bereits. Das Tool führt Bewerbungsgespräche selbstständig durch und gibt einen Vorgeschmack auf künftige Einstellungsprozesse.
Mit Instinct können Gruppen nun gemeinsam einen KI-Agenten für Reiseplanung oder Fahrgemeinschaften nutzen, selbst wenn nicht alle ein Konto haben. Persönliche Daten gibt der Agent nur weiter, wenn der Nutzer ausdrücklich zustimmt.
In Utah können Nutzer ihr Gesicht per App scannen – die KI bewertet den Schweregrad der Akne und stellt ohne Arzt ein Rezept aus. Der Dienst des Startups Nolla Health ist vorerst nur in diesem US-Bundesstaat verfügbar.
Keine Termine gemeldet.